Was tot ist kann nicht sterben. 

Foo Fighters. Erinnerungen preschen auf mich nieder wie Scherben. Viel zu viele, ich bin glashagelvoll. Butterfly. Crazy Town. Sie zwingen mich nach unten zu gucken und Demut vor ihnen zu zeigen. Can I Kick It? Eine Autoplaylist begleitet mich dabei. Sie dudelt auf mich ein, ohne dass ich sie wirklich wahrnehme. Stacy´s Mom. Ich glaube die Musik ist schlecht, aber ich habe lieber schlechte Musik als keine Musik. OutKast. Wenn dir irgendwann mal eimerweise Glasscherben auf den Körper regnen, dann willst du das Rauschen in den Ohren auch übertönen. Will Smith. Ein Kunde hat mir eben erzählt, dass er sich tätowieren lässt, während sein Arbeitsteam einen Ausflug zum Friedhof der Stadt macht. Eben fand ich das noch lustig, ein Wandertag auf den Friedhof, what? Aber in mir drin ist schon so viel mehr gestorben, als jemals sterben kann. Wärst du mal mit zum Friedhof gegangen. Ready To Die. W.K. – Aber was tot ist, kann nicht sterben.

Ist-sein

Schon wieder ist Freitag der 13. Der Tag, an dem mein Vater beschloss, dass er mich nicht aufwachsen sehen will. Ich bin ganz froh, dass ich mir heute freigenommen habe, im Moment geht es mir wieder nicht so gut. Eigentlich verrückt, denn eigentlich sollte es mir gut gehen. Ich habe einen Quidditchpullover und Nutella Biscuits. Was braucht man denn schon mehr? Vielleicht hätte ich sogar noch mehr. Da wäre mein Beruf, der mich glücklich macht, in dem ich mich stetig weiter entwickele. Wer hätte das gedacht? Vor drei Jahren hatte ich Angst, es nie zu etwas zu bringen, jetzt lerne ich Realistik. Und dann ist da noch mein bester Freund, der seit fast einem Jahrzehnt an meiner Seite ist. Und meine Mutter. Ich bekomme von nicht vielen Seiten Liebe, aber ich bekomme sie auf eine unerschütterliche Art und Weise. Dafür bin ich im Leben dankbar. Heute, Papa, schreibe ich nicht davon, wie sehr ich dich vermisse, sondern wie sehr ich diejenigen liebe, die mich vermissen. Würden. Vielleicht ist das viel wichtiger. Ich sollte nicht mehr von dem Schreiben was war, sondern von dem was ist. Und ist macht mich dann viel weniger traurig. Hast du das gehört, Papa? Ich glaube deine Tochter wird endlich erwachsen. Denn über einem Nichts können Myriaden von Nutella Biscuits regnen.

Mit Monstern kuscheln

Manchmal ist man so einsam, dass man Zeit lieber weg schlafen möchte, und nicht einmal Albträume können einen davon abhalten, weil sie nichts im Vergleich zu dem sind, was du im wachen Zustand fühlst. Dabei ist Einsamkeit kein Monster, was dich wachhält. Einsamkeit ist Leere. Ich hätte nie gedacht, dass das Nichts schlimmer sein könnte, als richtige Monster, doch man sucht die Wärme lieber bei einem Ungetüm, als frieren zu müssen.
Wenn ich erzähle, dass ich einsam bin, dann stellen sich viele automatisch jemanden vor, der sich nach Liebe sehnt. Jemand, der vielleicht sogar danach lechzt. Wenn so jemand auf Partnersuche geht, dann müsse es ja schwer zu unterscheiden sein, ob man denjenigen wirklich mag, oder einfach nur braucht. Ich möchte mich von dieser Theorie lossagen. Wenn ich einsam bin, dann bedeutet es, ich fühle mich schlecht wenn ich in bestimmten Situationen alleine bin. Es heißt aber nicht, dass ich mich deshalb wohlfühle, wenn mir jemand nah ist.
Deswegen ist das alles so schwierig. Ich werde jetzt schlafen gehen… um mit meinen Monstern zu kuscheln.

Nur geteilte Liebe ist Liebe.

Vielleicht sollte ich mal wieder schreiben. Über das alleine sein. Über das niemanden lieb haben können. Aber darüber schreiben macht die Einsamkeit so intensiv und die Liebe, die ich zu geben habe so präsent, dass sie mich erdrückt. Einsamkeit ist gar keine Leere. Einsamkeit ist all die Liebe, die man in sich trägt und nicht loswird. Ungeteilte Liebe ist nämlich keine Liebe, das ist Schmerz. Immer.

Man soll lieben, soviel man kann, und darin liegt die wahre Stärke, und wer viel liebt, der tut auch viel und vermag viel, und was in Liebe getan wird, das wird gut getan. – Van Gogh

Aber ich male mir schöne Dinge und all diese Dinge liebe ich wie einen Freund. Do everything with love. Alles, was du lieben kannst, kann dich über Wasser halten. Jedes kleinste Ding auf dieser Welt.

 

Kalte Decken

Ich habe mehr Angst vor dem Leben, als vor dem Tod. Ich habe Angst vor der Unendlichkeit des Universums und vor dem Ende eines jeden Buches. Ich habe keine Angst was zu verpassen, aber vor meiner eigenen Unproduktivität, selbst wenn ich kreativ bin, muss das in einem Multitaskingakt geschehen. Ich habe Angst vor Herzen, die schwarze Löcher sind und den Herrschaften meiner eigenen Dystopien. Ich binde mich an Gegenstände, ja ich weine sogar jedes mal meiner Lieblingstasse nach wenn sie für einen Tag in der Spüle bei den anderen dreckigen Sachen verschwindet, aber ich habe Angst davor, einem Menschen auch nur annähernd so viel Zuneigung zuteil werden zu lassen. Ich habe Angst vor Einsamkeit, aber noch viel mehr vor Abweisung, deswegen bin ich gerne alleine. Man muss sich seinen Ängsten stellen. Und ich bin mutig, ich lasse mich seit Jahren von Einsamkeit umhüllen, aber unter ihrer Decke wurde es zu keinem Zeitpunkt auch nur ein bisschen wärmer. Kein bisschen…

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I am a broken record

TGIF. Not. Ich spiele das Ende vom Lied solange, bis es sich wieder wie ein Versprechen anhört. Ich nage am Hungertuch, werfe es mir über und verkleide mich als Geist. Jetzt bin ich eines der Monster, die mich umgeben. Ich rede mir ein, dass sie nur als Schatten blattloser Bäume existieren, aber ich höre ihre Klagelaute selbst dann noch, wenn alle meine Sinne betäubt sind.
Das gute am Kind sein ist, dass man sich nur die Hände vor die Augen halten muss, damit man nichts mehr sieht und auch nicht mehr gesehen wird. Als Erwachsener gestaltet sich das schon etwas schwieriger und ich glaube eigentlich, dass wir, wenn wir heranwachsen, aus eben diesem Grunde oft selbst zu Biestern werden. Wenn man hier überleben will, dann muss man untertauchen und ein Teil der Kreaturen werden. Erwachsene können nicht mehr so leicht verschwinden. Uns fehlt ein Geheimversteck im Gebüsch hinter der Turnhalle, wir sind zu groß, um unter einem Wäschekorb Unterschlupf zu finden und wir haben alle die Geschichten vergessen, in denen wir so klein gegen das Böse kämpften und ganz groß siegten.

Heute ist Freitag der 13. mal wieder. Und ich habe 513 Follower. Ich bin heute ein Zauberlehrling und ich kämpfe gegen das Böse, so werde ich den Tag überstehen. Mit 11 Jahren bist du gegangen, Papa, und mit 11 Jahren kommt man nach Hogwarts. In dem Alter hörte ich auch das erste Mal den Stein der Weisen als Hörbuch. Ich bin ein riesen Harry Potter Fan, aber ich wage es nicht zu sagen, dass ich der größte bin. Was ich jedoch auf jeden Fall weiß ist, dass sich niemand so sehr wie ich gewünscht hat, in diese Welt zu verschwinden.

Das Ende vom Lied ist, es gibt keine Zauberwelt für mich, weil ich erwachsen bin, oder Hogwarts mich einfach nicht haben will. Und du bist weg. On repeat again. Es gibt keine Zauberwelt für mich und du bist weg. Es gibt keine Zauberwelt für mich und du bist weg. Es gibt keine Zauberwelt und… ~ nanana I am a broken record.

Für jeden Fall

Ich wünschte, du könntest alle Tränen die ich jemals geweint habe, wie Regen auf deiner Haut spüren. Dann wüsstest du, warum ich so lange nicht mehr die Sonne gesehen habe.
Dann wüsstest du, wie oft ich aus einem Himmel gefallen bin. Solange ich nicht weiß, ob es dir gut geht, werde ich trauern. Solange meine Augen Tränen haben, werde ich um dich weinen. Ich weine für den Fall aus dem Himmel. Und für den Fall, dass du mein Leid siehst. Ich weine auf jeden Fall, den ein neuer Morgen für mich bereithält.